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Leistung

Tresore & Schlüsselschränke

Ein Tresor ist nur so gut wie seine Einstufung und seine Verankerung. Wir beraten anhand dessen, was tatsächlich hinein soll – und was Ihre Versicherung dafür verlangt.

Bauarten

Standtresore

Die häufigste Bauform – vom Kompaktmodell bis zum großen Wertschutzschrank.

Wandtresore

In die Wand eingelassen und dadurch schwer zugänglich, ideal hinter Möbeln.

Möbeltresore

Kompakt für Schrank oder Nische, für Bargeld und Dokumente im Alltag.

Feuerschutzschränke

Schützen Papier oder Datenträger definierte Zeit gegen Hitze und Löschwasser.

Schlüsselschränke

Geordnete und gesicherte Verwaltung großer Schlüsselmengen in Verwaltung und Hausmeisterei.

Waffenschränke

Nach gesetzlichen Vorgaben geprüfte Aufbewahrung.

Einstufung

Was darf da rein?

Die Frage entscheidet über die Wahl – und sie wird nicht vom Tresor beantwortet, sondern vom Versicherungsvertrag. Die folgenden Summen sind die üblichen Richtwerte, an denen sich die Branche orientiert.

Sicherheitsschränke nach EN 14450
StufePrivatGewerblichWofür
S 1bis 5.000 €bis 2.500 €Dokumente, Ersatzschlüssel, kleinere Bargeldbestände im Haushalt.
S 2bis 30.000 €bis 2.500 €Der übliche Einstieg im Privathaushalt – deutlich stabiler als S 1, im Gewerbe aber kaum höher eingestuft.
Wertschutzschränke nach EN 1143-1
GradPrivatGewerblichWofür
Grad N (0)bis 40.000 €bis 10.000 €Der Einstieg in den echten Wertschutz. Für Schmuck und Dokumente im Haushalt meist ausreichend.
Grad Ibis 65.000 €bis 20.000 €Häufigste Wahl im gehobenen Privathaushalt und für die Tageskasse im kleinen Betrieb.
Grad IIbis 100.000 €bis 50.000 €Handel, Gastronomie, Praxen – überall dort, wo regelmäßig Bargeld liegt.
Grad IIIbis 200.000 €bis 100.000 €Juweliere, größere Kassenbestände, hochwertige Sammlungen.
Grad IVbis 400.000 €bis 150.000 €Ab hier wird das Gewicht zum Planungsthema – die Statik des Aufstellorts ist vorher zu klären.
Grad V und höhernach Absprachebis 250.000 € und mehrBanken, Wertdienstleister, Sonderanwendungen. Planung immer gemeinsam mit dem Versicherer.

Unverbindliche Richtwerte nach den VdS-Publikationen 0961, 2333 und 3134. Verbindlich ist allein Ihr Versicherungsvertrag – welche Summe Ihr Versicherer anerkennt, klären wir vor dem Kauf gemeinsam mit ihm.

Mit Aufschaltung auf eine Einbruchmeldeanlage verdoppeln die meisten Versicherer die anerkannte Summe. Das ist oft günstiger als zwei Widerstandsgrade mehr Stahl.

Feuerschutz

Einbruch und Feuer sind zwei Dinge.

Ein Wertschutzschrank hält den Einbrecher auf, nicht das Feuer. Und ein Feuerschutzschrank für Papier rettet keine Festplatte: Papier verträgt 170 Grad, ein Datenträger 50.

EN 15659 · schützt Papier

LFS 30 P / LFS 60 P

Leichter Feuerschutz für 30 oder 60 Minuten, innen höchstens 170 °C. Für Unterlagen im Haushalt und im kleinen Büro die übliche und bezahlbare Lösung.

EN 1047-1 · schützt Papier

S 60 P / S 120 P

Hoher Feuerschutz über 60 oder 120 Minuten – mit Abkühlphase und Sturzprüfung aus dem Obergeschoss. Deutlich mehr als LFS, und auch deutlich schwerer.

EN 1047-1 · schützt Datenträger

S 60 DIS / S 120 DIS

Für Festplatten, Bänder und Datenträger. Innen dürfen höchstens 50 °C erreicht werden – deshalb ist ein DIS-Schrank bei gleicher Brandzeit erheblich aufwendiger gebaut als ein P-Schrank.

Beides zusammen gibt es auch: Wertschutzschränke mit geprüftem Feuerschutz tragen beide Angaben, etwa „Grad II mit S 120 DIS". Sie sind teurer und schwerer – aber die einzige Lösung, wenn Bargeld und Datenträger in dasselbe Gerät sollen.

Aufstellung

Der Teil, der vorher geklärt wird.

Das Unspektakuläre entscheidet, ob der Termin in einer Stunde erledigt ist oder in einem zweiten Anlauf. Wir fragen es ab, bevor bestellt wird – nicht, wenn das Gerät im Flur steht.

  • Wertschutzschränke unter 1.000 kg müssen verankert werden – ohne Verankerung trägt die Einstufung im Schadensfall nicht.
  • Die Verankerung braucht tragfähigen Untergrund. In Trockenbau und auf Estrich ohne Verbund geht sie nicht; das klären wir vor der Bestellung.
  • Ab Grad IV wird das Gewicht zum Thema für die Statik – im Obergeschoss und im Altbau vorher prüfen lassen.
  • Der Transportweg entscheidet mit: Türbreiten, Treppenhaus, Aufzugsmaße und Wendekreis im Flur.
  • Keller sind beliebt und oft feucht. Feuchtigkeit greift Schloss und Scharniere an; ein Luftentfeuchter im Raum ist billiger als ein neues Schloss.
  • Ein Tresor, der von außen sichtbar ist, lädt ein. Der beste Aufstellort ist einer, den ein Fremder nicht als ersten durchsucht.

Nächster Schritt

Sprechen wir über Ihr Objekt.

Ob einzelner Zylinder oder komplettes Sicherheitskonzept: Wir schauen uns die Situation an und schlagen vor, was tatsächlich sinnvoll ist – ohne Paketdenken.

Im Notfall rund um die Uhr erreichbar: 07082 420060

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