Leistung
Flucht- und Rettungswegsysteme
Eine Tür im Rettungsweg muss sich von innen jederzeit und ohne Hilfsmittel öffnen lassen. Von außen soll sie gleichzeitig dichthalten. Dieser Widerspruch ist der ganze Kern des Themas – und er lässt sich mit der richtigen Technik sauber auflösen, statt mit einer verkeilten Tür oder einer Kette, die im Ernstfall Menschenleben kostet.
Wer das braucht
Betriebe und öffentliche Gebäude sind dazu verpflichtet: Die Arbeitsstättenregel ASR A2.3 und die Landesbauordnung verlangen, dass Notausgänge jederzeit begehbar sind. Betroffen sind Werkstätten, Büros, Praxen, Gaststätten, Hotels, Kitas, Schulen, Vereinsheime und Verkaufsräume – überall dort, wo sich Menschen aufhalten, die den Weg nach draußen im Zweifel nicht kennen.
Technik für Türen im Rettungsweg
Paniktürverschlüsse (DIN EN 1125)
Horizontale Druckstange über die ganze Türbreite. Die Tür öffnet auch dann, wenn jemand im Gedränge dagegengedrückt wird. Pflicht überall dort, wo ortsunkundige Personen verkehren.
Notausgangsverschlüsse (DIN EN 179)
Drücker oder Stoßplatte statt Stange – für Gebäude, in denen nur eingewiesene Personen unterwegs sind, etwa reine Betriebsbereiche.
Elektrische Fluchttürsteuerung (DIN EN 13637)
Die Tür bleibt im Alltag verriegelt und überwacht. Der grüne Nottaster entriegelt sie sofort oder nach einstellbarer Voralarmzeit – so wird der Notausgang nicht zum heimlichen Nebenausgang.
Nottaster und Türterminals
Deutlich sichtbare Bedienelemente mit Zustandsanzeige, auf Wunsch mit Schlüsselschalter für die Freigabe während der Öffnungszeiten.
Türschließer und Feststellanlagen
Brand- und Rauchschutztüren dürfen offen stehen, wenn eine zugelassene Feststellanlage sie im Alarmfall selbsttätig schließt. Das ersetzt den Keil unter der Tür.
Kennzeichnung und Rettungspläne
Rettungszeichen nach ASR A1.3 sowie Flucht- und Rettungspläne nach DIN ISO 23601 – damit im Ernstfall auch sichtbar ist, wo es hinausgeht.
Einbruchschutz und Fluchtweg gleichzeitig
Der häufigste Fehler in der Praxis: Ein Notausgang wird abgeschlossen oder zugestellt, weil über ihn sonst Material verschwindet. Das ist verständlich – und im Schadensfall ein ernstes Haftungsproblem. Die saubere Lösung ist eine überwachte Fluchttür: Sie ist gegen Öffnen von außen gesichert, meldet jedes Öffnen von innen und lässt sich über den Nottaster trotzdem in Sekunden freigeben. Wir planen das so, dass es zu Ihren Abläufen passt und im Alltag niemand in Versuchung gerät, die Technik zu umgehen.
Prüfung und Wartung
Fluchttüren und ihre Beschläge sind regelmäßig auf Funktion zu prüfen – bei elektrisch gesteuerten Anlagen in der Regel jährlich durch eine sachkundige Person. Wir übernehmen die Prüfung, dokumentieren sie nachvollziehbar und melden uns rechtzeitig zum nächsten Termin, damit Sie den Nachweis gegenüber Berufsgenossenschaft oder Versicherung in der Hand haben.
Passt oft dazu
Nächster Schritt
Sprechen wir über Ihr Objekt.
Ob einzelner Zylinder oder komplettes Sicherheitskonzept: Wir schauen uns die Situation an und schlagen vor, was tatsächlich sinnvoll ist – ohne Paketdenken.
Im Notfall rund um die Uhr erreichbar: 07082 420060